Dresden-Banjul-Organisation (NGO A119 in Gambia)

Projektbeschreibung: Müllprojekt


Anfang 2015 stagnierte die staatliche Müllabfuhr in Gambia, da sie keine Gelder mehr von der Regierung erhielt. Vor allem rund um die Märkte sah es aus, wie die "Hölle". Darauf hin haben wir mit unseren wenigen Mitteln ein paar dieser Märkte entmüllt und wieder einmal mehr festgestellt, dass hier dringender Handlungsbedarf herrscht. Wohlwollend wurde unsere Aktion natürlich auch von der NEA-Behörde (National Environment Agency) aufgenommen und wir wurden mit einem Dankesschreiben bedacht sowie der Bitte, weiterzumachen. Nun ist es nicht unsere Aufgabe, dem Staat die Verantwortung in puncto Müll abzunehmen, aber es ist durchaus denkbar, dass man mit einem durchdachten und  durchkalkuliertem System eine Lösung für dieses gesundheits- und umweltschädliche Problem findet. Genau dort setzt unser Projekt an. 


Wir wollen ein Containersystem aufbauen und Mülltrennung forcieren. Der organische Müll wird kompostiert und an die verschiedenen Gartenprojekte verteilt, denn gute Erde ist in Gambia eher rar.

Mit finanzieller Unterstützung des NAK-karitativ e.V. der neuapostolischen Kirche, ist es uns möglich, das notwendige Equipment zu kaufen. Unser Dank gilt hier vor allem Martin Petzoldt. So wurden nun die ersten 30 Container in China geordert, die als Einzelteile nach Gambia verschifft werden und dort zusammengeschweisst werden. Mit einem logistisch ausgefeilten Wechselsystem, werden die Container an exponierten Stellen, wo sich viel Müll ansammelt, aufgestellt. Spezialfahrzeuge zum Transport werden nach und nach angeschafft. Auf der zentralen Deponie haben wir eine eigene Fläche, wo die Mülltrennung nochmals stattfindet.

Für den anorganischen Restmüll gibt es weitere Projektansätze. Der Verein Project Lighthouse Gambia (PLG) unter Leitung von Matthias Duchscherer und kooperierende Experten beschäftigen sich seit langer Zeit mit der Frage, wie man in Entwicklungsländern das Müllmangement verbessern und aus Müll Energie gewinnen kann.

Auf betterplace.org unter https://www.betterplace.org/de/projects/37478
wird das Projekt vorgestellt. Dort könnt Ihr direkt mit weiterhelfen, in dem Ihr Eure Meinung sagt und/oder mit einer Spende dass Projekt mit nach vorne treibt. Wir hoffen auf viel Unterstützung.


 

Juli 2017

 

Seit Juli arbeiten wir zusammen mit der Bevölkerung an unserem Müllprojekt. In speziellen Schulungen, wird den Bürgern die Trennung von Müll nahegebracht und wie Kompostierung auch in Gambia funktionieren kann. Unter Mithilfe der Neuapostolische Kirche wurde ein Fachmann für Recycling (Martin Eller aus Stuttgart) eingestellt. Er ist zuständig für die Mülltrennung und die Herstellung von Kompost auf unserer Müllhalde in Tambana. Der Kompost soll zunächst umsonst an die Womensgärten verteilt werden, damit auf natürliche Art und Weise Gemüseanbau gewährleistet werden kann. Vor allem ohne den Einsatz von chemischen Düngemitteln, die umwelt- sowie gesundheitsschädlich und teuer sind.

 

 

In einem Schulungsraum in Wellingara, in der Nähe unseres Pilotprojektes, werden die Leute mit der Mülltrennung vertraut gemacht

 

 

Anschauungsmaterial zum besseren Verständnis

 

 

 

Vor allem die Frauen sind sehr interessiert

 

 

Martin Eller während seines Einsatzes

 

 

Bilder sagen mehr als Worte

 

Mai 2017

 

Im April kam der Bürgermeister der Stadt Sukuta mit seinen Kollegen auf uns zu, ob wir helfen können. Der lokale Markt quillt über vor lauter Müll. Wir haben uns ein erstes Bild davon gemacht. Die gleiche Katastrophe, wie auf den anderen Märkten, an denen wir schon Container platziert haben.

 

 

An den Marktständen werden in erster Linie Lebensmittel verkauft. Der Müll dahinter liegt den ganzen Tag in der prallen Sonne. Entsetzlich!

 

Der gesamte Markt macht den Eindruck eines riesigen Slums. Die Berge von Müll, die monatelang nicht abgeholt wurden! Ja, das ist Slum!

 

Im Angebot frischer Salat, Gemüse, Bohnen, Reis, Fische, Erdnusssauce etc. Was nicht verkauft wird und verrottet, fliegt in die Mitte auf den Müllhaufen. Jeder kann sich vorstellen, welche Gerüche dort in der Luft liegen!

 

Marktbesichtigung mit den Stadtoberen.

 

Nachdem der Markt nun von Müll befreit ist und unsere Container aufgestellt wurden, hat sich die Lage rapide verbessert. Die Container werden täglich abgeholt und auch sehr freiwillig von den Leuten benutzt.

 

An diesem Tag ist Sonntag und die meisten Shops haben zu. Jeden Tag sind diese zwei Container randvoll. Nachts werden sie abgeholt, auf unsere Müllkippe nach Tambana gebracht und leere hingestellt. Der Grossteil ist organischer Müll,  der kompostiert werden kann. Daran arbeiten wir ja.

 

13. bis 18. April 2017

 

 

Am 13. April haben wir mit der Stadt Brikama einen Vertrag geschlossen, der uns berechtigt, auf der anliegenden Müllhalde in Tambana, 10.000 m2 Fläche zu bewirtschaften. Unser Ziel: Mülltrennung und Recycling. Das ganze ist ein Pilotprojekt der Fa. IMA Sanierungszentren GmbH & Co. KG aus Germersheim und der DBO. Die Verwirklichung des Projektes wird uns nur durch die grosszügige Finanzierung der NAKK (Neuapostolische Kirche Karitativ e.V., Hr. Martin Petzoldt)  ermöglicht.
  Tambana liegt, anders als die kürzlich geschlossene zentrale Mülldeponie in Bakoteh, (wir berichteten unter Projekte/Umweltprojekt) ausserhalb von Wohngebieten.

 

Unterzeichner des Vertrages nach einer einstündigen Zeremonie: The Chief Executive Officer Brikama Area Council, The Executive Director National Environment Agency and the Chief Executive Officer Dresden-Banjul-Organization NGO A 119 (Heinz) unter Anwesenheit des Governor of the West Coast Area und anderen hochrangigen Persönlichkeiten der Stadt.

 

 

 Nach der Vertragsunterzeichnung sind wir direkt auf unser neues Gelände gefahren, um zu sehen, was als erstes zu tun ist. Dicke, giftige Rauchwolken von brennendem Müll bei Aussentemperaturen um die 40°C. Und unsere Markierungen sind auch weg.

 

1. Schritt: Fotos machen und ein Feuerlöschkomando anrufen

 

 

2. Schritt: den vorhandenen Dreck wegschieben. Der Müll wurde schon vorher illegal von einheimischen Müllentsorgern hier abgeladen

 

Mit schwerem Gerät ausgerüstet, schreiten wir zur Tat.

 

 

3. Schritt: unsere Betonblocks, die wir schon seit längerer Zeit anfertigen lassen, als Umzäunung benutzen, damit keine unbefugten Fahrzeuge ihren Müll mehr abkippen

 

 

4. Schritt: ausmessen und planen.
Hier unser Praktikant Martin Eller. Seit 12. April täglich im Einsatz

 

 

So bekommen wir langsam ein Bild von dem ganzen Gelände.

 

Januar 2017

Hier gibt es noch ein paar neue Fotos von unseren chinesischen Müllcontainern und wie sie zusammengeschweisst werden

 

 

 

Unser Chefschweisser mit hochmodernem Schutzhelm mit eingebauter Automatik. Sobald er anfängt zu schweissen, verdunkelt sich das Glas

 

Der Lehrling darf jetzt auch ran, nachdem er gelernt hat, dass man nicht in das Schweisslicht sehen darf. Verblitzte Augen sind echt fies.

 

 

So sehen die fertigen Container aus. Alle Schweissnähte sind mit Rostschutzfarbe gestrichen und dann noch die grüne Farbe drüber. Leider nicht ganz derselbe Ton. Egal, hier kommt es auf die Zweckmässigkeit an und nicht auf Schönheit.

 

 

Tataaa.... und fertig. Schön mit Deckel. Das Blue Kitchen, die LKW Werkstatt und die Schreinerei profitieren gleich mit. Dort steht auch ein neuer Müllcontainer von uns.


Unser tolles Gespann im Einsatz.

Auf dem Wellingara Markt stehen jetzt 4 Müllcontainer, die täglich geleert werden, weil sie immer voll sind. Ringsherum sind Schulen und der Müll hat sich dort gestapelt. Nachdem wir mit den "wichtigen" Leuten dort zusammen gesessen haben, wurden die Anwohner geschult und Kontrollen eingeführt, dass der Müll wirklich nur in den Behältern landet. Das funktioniert inzwischen sehr gut, genau so wie auf dem Sandika  Fruit Market in Serrekunda und dem Koto Silo Markt. Damit sich dasProjekt später selbst finanziert, haben wir jetzt mit einem Hotel einen Vertrag, das für die Entsorgung bezahlt. Später sollen viele zahlende Kunden dazu kommen.

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Oktober 2016

 

Die Teile für die Absetzkippmulden, die Mitte Oktober für unser Umweltprojekt aus China geliefert wurden, werden jetzt Stück für Stück zusammen- geschweisst, damit sie bald zum Einsatz kommen. Auch die einzelnen Betonklötze für die Mieten auf der Deponie werden in Handarbeit hergestellt und der neue LKW zum Abtransport der Müllbehälter wird gerade in unserer DBO-eigenen Werkstatt generalüberholt.

 

 


Mit einem Schweissgerät, dass für gambische Verhältnisse hochmodern ist, werden die Absetzkippmulden zusammengeschweisst

 

 


Jeder Abfallbehälter bekommt einen Deckel. Da es sich grösstenteils um Biomüll handelt, ist dieser in der Hitze notwendig. Ansonsten tümmeln sich in der Kürze der Zeit Fliegen, Ratten, auch Affen, Katzen etc. in den Containern

 

 

 

 

In dieser Form werden die grossen Blocks für die Mieten auf der Deponie hergestellt, damit der Biomüll in der Kürze der Zeit gut verrotten kann und nicht durch die Gegend fliegt. Die Blocks lassen sich später umstapeln und der Müll kann bequem umgesetzt werden.

 

 

 

So sehen die Blocks aus

 

 

 

 

Der "neue" LKW für den Abtransport der Kippmulden wurde in Deutschland gekauft und wird hoffentlich gute Arbeit leisten.

 

 

 

 

Der LKW wird in unserer Werkstatt genaralüberholt. Er ist nicht der modernste aber dadurch auch gut reparierbar. Keine computergesteuerten Bauteile, die in der Kürze der Zeit ihren Geist aufgeben. Das würde uns überhaupt nichts bringen.

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September/Oktober 2016

Am 17. Oktober ist das Schiff aus China mit unseren Müllcontainern (Absetzkippmulden) angekommen. Mit dem Tieflader wurde er aus dem Hafen in den Hof der DBO gekarrt. Aaron, der Leiter der LKW Werkstatt und Projektmanager vor Ort, hat viele Kräfte zusammengetrommelt, die beim Abladen der Einzelteile helfen. Die Kippmulden wurden extra für uns in China als Baukastensystem entwickelt, damit mehr in den Schiffscontainer passen.

Siehe Bericht vom August 2016

 

 

 

 

Alles ist heil angekommen, dank der perfekten Packtechnik der Chinesen. Das Schiff war  knapp 2 Monate unterwegs. 

 

 

die einzelnen Teile werden abgeladen..... 

 

 

 

....und ordentlich gestapelt. Die Jungs haben gut zu tun.

 

 

 

Natürlich sind alle neugierig, wie die Teile passen, denn sie sollen in den nächsten Tagen zusammengeschweisst werden.
  

 

 

Auf der Mülldeponie werden richtige Mieten für den Biomüll benötigt. Wir haben in Deutschland diese Betonklötzer entdeckt und hatten die Idee, dass wir solche in Gambia nachbauen wollen, um feste Mauern zu erhalten, die sich ggf. auch wieder wegräumen oder umsetzen lassen

 

 

Daraufhin wurde diese Form entwickelt und zusammengeschweisst. 

 

 

 

...noch Rostschutzfarbe darauf.... 

 

 

 

 

...und schon konnte der erste Block gegossen werden.
Das Gitter bleibt im Block zum stabilisieren.

 

 

 

Am Schluss kommt das bei heraus.
Ein Betonklotz, stapelbar, anhebbar und diebstahlsicher, da 600 kg schwer
;))

 

 

 

Wenn der Mülllaster wieder einmal auf der Deponie im Schlamm stecken bleibt, hilft unser treuer W50  vom Team "Truck for Africa" sofort.

 

 

 Um das Müllprojekt voranzutreiben, benötigen wir viele Absetzkippmulden. Die kann man für  1000 € offen oder 1300 € mit Deckel in Deutschland oder Polen kaufen. Dann sind sie aber noch nicht in Gambia. In einem Container würden 6 Mulden passen, ein Container kostet ca. 3000 € Fracht. Darum haben wir überlegt, ob man die Mulden nicht in Einzelteile zerlegen kann und haben uns auf dem Markt umgesehen, dabei haben die Chinesen wieder einmal gewonnen.

 


Nach einigen Tüfteleien von chinesischer Seite und vielen Verhandlungen per Mail wurde ein Prototyp entwickelt, der sich leicht zusammenschweissen lässt.

 


So sieht er aus. Innerhalb von 2 Monaten wurde aus der Idee das fertige Produkt. Wir  haben für den Anfang 30 Stück bestellt.  

 

Die Einzelteile in grün lackiert, denn wir wollen Biomüll darin sammeln und kompostieren.

 

 

 

Unglaublich, mit welcher Geschwindigkeit die Chinesen die 30 Container gebaut haben.

 

 

 

Damit der Lack keinen Schaden nimmt, werden die Einzelteile ordentlich verpackt. Spätenstens in Gambia beim Zusammenschweissen gibts die ersten Kratzer

 

 

die gesamte Ladung passt nun in einen einzigen Container  

 

 

Für 30 Absetzkippmulden sowie die Fracht nach Gambia haben wir 21.450 € investiert. Der Müllbehälter mit Deckel kostet 665 €. Ausserdem entstehen in Gambia neue Arbeitsplätze für Leute die schweissen können.

Das Schiff mit unserem Container kommt demnächst in Gambia an. Danke auch an den NAK-karitativ e.V.

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Juni 2016

 

Inzwischen haben wir unseren ersten Kran-LKW für die Container und er ist den ganzen Tag im Einsatz.

 

 

 

 

Auf dem Weg zu einem unserer Container auf einem typischen Markt

 

 

 

 

Der LKW bahnt sich seinen Weg durch die engen Gassen.
Das nimmt jeden Tag die meiste Zeit in Anspruch

 

 

 

 

 

 

Aaron beim Entladen des Containers vom LKW

 

 

 

Eine Sensation auf dem Markt. Das System wird viel bestaunt.

 

 

 

 

Endlich angekommen, wird er sofort benutzt.
Jeden Tag ist dieser 7 m3 grosse Container randvoll

 

 

 

 

Vor allem organischer Müll landet im Container, genau das was wir brauchen.

 

 

 

 

An dieser Stelle werden gleich 2 Container platziert, einer allein genügt nicht.

 

 

 

Die leeren Container (roter Punkt links) werden aufgestellt, natürlich nebeneinander.
Der volle Container (roter Punkt rechts) muss erst einmal gesucht und  frei gegraben werden

 

 

 

Momodou, unser Mitarbeiter, hat es geschafft.
Nun wird er nach Bakoteh auf die Deponie gebracht

 

 

 

 

 

 

 

Dort angekommen, wird er schon von den Müllsammlern erwartet

 

 

 

 

Die Kinder der Müllsammler sind meistens mit dabei. Oft Barfuss!!!

 

 

 

 

Das rote Gefährt ist eine Müllsammelkutsche der staatlichen Müllabfuhr KMC

 

 

 

 

Das Haus im Hintergrund (roter Punkt) gehört zum SOS Kinderdorf. Im Vordergrund ist die Einfahrt der Mülldeponie. Jetzt fragt man sich, was zuerst da war, die Deponie oder das SOS Kinderdorf?? Das Dorf ist 1 km lang, parallel zur Deponie! Die Deponie schwelt immer vor sich hin und jeden Tag liegt beissender Geruch in der Luft. Die Windrichtung bestimmt, ob es heute die Anwohner auf der einen oder anderen Seite trifft.

 

 

 

Wer kann, bringt seinen eigenen Müll selbst hier her, wie dieser Besitzer eines Gästehauses 

 

 

 

 

 

Kontaminiert! Vergiftetes Wasser, was auch ins Grundwasser sickert

 

 

 

 

Das ist Terry und seine Planierraupe. Er hat uns schon oft geholfen.

 

 

 

 

Terry räumt auf. Ein Stück der Deponie wird jetzt von unserer NGO bewirtschaftet.

 

 

 

 

So sieht es dort aus. Bald soll alles säuberlich getrennt und der organische Müll kompostiert werden.

 

 

 

Die ersten Container, der erste LKW unserer hoffentlich stetig wachsenden Flotte.

Wir werden weiter berichten.

°°°

2. April 2016 

 

 

 

Der Kampf gegen den Müll geht weiter. Heute war wieder einmal Cleaning Day, ein verordneter Aufräumtag der Regierung. Wir waren mit ca. 100 LKW Ladungen dabei. Die Leute ersticken quasi im Dreck. Wir haben immer wieder von Müllaktionen berichtet, das ist jedoch wie ein Tropfen auf den heissen Stein - trotzdem! Immerhin sind Plastiktüten seit dem Juli 2015 in Gambia verboten, aber es gibt keine Müllverbrennungsanlagen oder ähnliche Konzepte in diesem Land. Wir arbeiten daran!

 

 

 

 

 

°°°°

 

Cleaning Day 27.02.2016

 

 

 

Wir haben wieder einmal aufgeräumt, dieses Mal in Sukuta, unweit unseres Hauptquartieres

 

 

Seit Jahren türmt sich auf diesem Gelände zwischen zwei bewohnten Grundstücken der Müll

 

 

 

Insgesamt acht LKW haben 1.300 m3 Müll in ca. 8 Stunden weggeschafft

 

 

Fast fertig, der Grossteil an Müll wurde auf die Hauptdeponie in Bakoteh gebracht

 

noch geschehen im Dezember 2015:

 

Wir haben wieder einmal eine Mülleinsammelaktion gestartet. Die dritte im Jahr 2015. Es ist jedes Mal unbeschreiblich, was da für Unmengen Müll zusammenkommen und das ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Darum soll es auch nicht nur beim Einsammeln bleiben. Denn wo landet der Müll? Auf der fürchterlich umweltverseuchenden Mülldeponie in Bakoteh. Darum haben wir Visionen...z.B. Müllsammelpunkte in Gambia. Der organische Müll soll später in einer Kompostierversuchsanlage in Biodünger umgewandelt werden.

Dabei arbeiten wir nicht allein. Der Verein Project Lighthouse Gambia (PLG)

unter Leitung von Matthias Duchscherer und kooperierende Experten beschäftigen sich seit langer Zeit mit der Frage, wie man in Entwicklungsländern das Müllmangement verbessern und aus Müll Energie gewinnen kann.

Auf betterplace.org unter https://www.betterplace.org/de/projects/37478.
wird das Projekt vorgestellt. Dort könnt Ihr direkt mit weiterhelfen, in dem Ihr Eure Meinung sagt und/oder mit einer Spende dass Projekt mit nach vorne treibt. Wir hoffen auf viel Unterstützung.

 

 

 

Dieses Mal ging es um die Beräumung der vierspurigen Hauptstrasse von Brikama nach Banjul, die auch durch verschiedene Wohngebiete geht. 

 

 

 

Die Umweltbehörde hatte angefragt, ob wir auch dieses Mal helfen können. Die ständig wachsende Müllmenge - die komplette Ueberforderung

 

 

 

Die Bilder gleichen sich überall, eine geregeltes Müllabfuhrsystem gibt es nicht

 

 

 

Und ab geht es zur Mülldeponie in Bakoteh, einfach alles mitten drauf!!!

 

 

 

So sieht die jetzige Variante aus, aus Müll Dünger zu machen

 

 

 

Es brennt, es stinkt, es belastet das Grundwasser. Der See auf dem Foto ist komplett kontaminiert. Bei Wind, fliegt der Müll durch die Luft. Daneben direkt das SOS Kinderdorf! Seit Juli sind Plastiktüten in Gambias Supermärkten verboten - ein kleiner Anfang

 

 

25. April 2015

+++ zweite Müllaktion +++ 

Die nächste Müllentsorgungsaktion wurde heute gestartet. Ebenfalls ein Markt, in Latrikunda, mitten in einem Wohngebiet und neben einer Schule. Dieser Müllberg wurde seit einem Jahr nicht beräumt.

Während bei der letzten Aktion am 11. April insgesamt 6 LKW Ladungen weggefahren wurden, waren es heute 111 !! Ladungen. Ein grosser Radlader und unser "Kleiner" kamen zum Einsatz. Seht Euch mal die Bilder dazu an...

 

 

 

 

 

Alltagsleben in Latrikunda. Die Frauen transportieren Lebensmittel zum Markt. Neben dem Müllberg, wo die Frau nach links reingeht, ist ein kleiner Weg frei.

 

 

 

eine Frau trägt Essen auf dem Kopf, andere kippen gerade Müll ab, dazwischen Kinder

 

 

 

 

Der grosse Radlader gehört Terry, einem Engländer. Wir haben ihn für diese Aktion gemietet, sowie einige seiner LKW´s

 

 

Hier ist Terry selbst in Aktion (ohne Atemmaske!), kurze Zeit später hat es ihn umgehauen. Der Staub ist so extrem und giftig und es stinkt wie Hölle

 

 

 

an Zuschauern hat es nicht gemangelt

 

 

 

...selbst Frauen mit ihren kleinen Kindern blieben in der Giftluft stehen

 

 

 

leider gibt es keine Geruchsfotos
 

 

 

das ist der Durchgang, früher war es ein breiter Weg. Rechts das hohe,
weisse Gebäude ist die Schule

 

 

 

und so sieht die Müllkippe von oben aus, mitten im Wohngebiet

 

 

 

die grosse LKW Flotte wartet vor der Deponie

 

 

 

Bakoteh, die Hauptdeponie. Auch ein riesen Elend.
Links, wo die Bäume wachsen, befindet sich das SOS Kinderdorf

 

 

auf der Deponie leben Kühe und Müllsammler. Irgendwo schwelt oder brennt es ständig. Ringsherum Wohngebiet. Je nachdem von wo der Wind kommt, die Bewohner bekommen die volle Ladung Gestank und Giftluft ab

 

 

 

unser "Kleiner" beim Nachputzen

 

 

Matthias im Vollschutz von ProLightAfrica e.V. kämpft seit Jahren um eine Müllverbrennungsanlage und die Nutzung des austretenden Biogases unter der Deponie in Bakoteh. Aaron von der DBO hat die ganze Aktion koordiniert und dann Terry auf dem Radlader abgelöst. Der junge Mann rechts hat mit geholfen.

 

Wir bleiben an der Sache mit dem Müll dran. Ab 1. Juli sind in Gambia Plastiktüten verboten. Ein erster Schritt, aber die Initiative um das Müllproblem müsste Chefsache der Regierung sein !!!

 

 

11.April 2015

+++erste Müllaktion +++

 

 


Durchfahrtgenehmigung hinter der Windschutzscheibe für unser Auto

 

 

Unter dem Motto "Operation Clean The Nation" findet seit vielen Jahren ein von der Regierung verordneter monatlicher Reinigungstag statt, an dem für den Normalverkehr die Strasse bis 13.00 Uhr  gesperrt wird und alle sind angehalten, zu putzen. In den meisten Fällen warten die Leute einfach, bis es endlich wieder rausgeht und die Geschäfte wieder geöffnet werden.

Nun fanden rund um den Serrekundamarkt jedoch seit Wochen keine Müllabholaktionen mehr statt, da die staatliche Müllabfuhr keine Gelder mehr  erhält. Jeder kann sich vorstellen, wie es dort aussieht. Wir haben uns als NGO genau an so einem Cleaningday aufgemacht und an einer sehr exponierten Stelle, nämlich genau vor dem Serrekunda Hospital, aufgeräumt. Dazu die folgenden Bilder

 

 

 

 


Noch mal Radlader und LKW's auftanken bevor es in die Müllhölle geht

 

 


Momodou Njie ist Nachrichtensprecher beim gambianischen Fernsehen und war mit seiner Crew auch vor Ort, um von unserer Aktion zu berichten. Im Hintergrund einer unserer LKW's mit freiwilligen Helfern. Der Radfahrer ist eher Zufall 

 

 

 

Seit sechs Wochen keine Müllentsorgung, der Müllberg gigantisch, der Geruch auch. Dahinter findet Markttreiben statt

 

 


zuerst haben die Leute versucht den Müll mit Händen und Schaufeln auf den LKW zu befördern, dann kam der Radlader. Die Erleichterung war sichtlich gross

 

 

 

 

Abwechseld schaufeln Heinz und Aaron den Müll auf die LKW's, die den Dreck dann auf die Deponie nach Bakoteh bringen

 

 

 

diese Stelle ist nur eine von vielen rund um den riesigen Serrekundamarkt

 

 

 

auf der andern Seite des Müllberges wohnen die Leute

 


Wir werden an der Sache dranbleiben. Wir können und wollen nicht die Müllabfuhr ersetzen, aber diese Fälle sind so extrem, dass wir dort gern einspringen und weiterhelfen, denn die Einwohner selbst haben die Gerätschaften nicht, aber wir! dank auch der vielen Rallyeteilnehmer und Sponsoren, die uns in unserer Arbeit unterstützen.

 

Dresden-Banjul-Organisation NGO A 119 - Gambia (Westafrika) | info@dbo-online.org , Telefon (00220) 9905124, Deutschland (0049) 6343 5230, Hauptstraße 47, 76889 Niederhorbach